Duo Discus

Unter der Leitung von Klaus Holighaus brachte Schempp-Hirth im Jahr 1993 den Duo-Discus auf den Markt. Nach jahrzehntelanger Erfahrung mit dem Wölbklappendoppelsitzer Janus war es Zeit für einen Hochleistungsdoppelsitzer mit Einziehfahrwerk und starrem Flügelprofil für den Überland- und Wettbewerbsflug. Seine Konkurrenzmuster hießen zu dieser Zeit DG 500 oder Twin Astir. Beiden war der Duo-Discus in Flugleistung, Handhabung und Wendigkeit überlegen. Schnell wurden ganze Doppelsitzerwettbewerbe zu reinen Duo-Discus-Veranstaltungen.

Seine Wurzeln im Discus

Die Namensgebung des Flugzeugs kommt nicht von ungefähr. Seit Mitte der 80er Jahre produzierte der Flugzeughersteller von der Schwäbischen Alb den Discus, der sich durch seine mehrfach nach hinten gepfeilte Flügelgeometrie von anderen Mustern abhebt. Offenbar hatte sie sich bewährt. Der Duo-Discus setzt auf ein ähnliches Erscheinungsbild, das ihn bis zum Erstflug des Arcus zu einer unverwechselbaren Erscheinung am Himmel sowie am Boden macht.

Neben dem vielfach nach hinten gepfeilten Flügel fällt als abgrenzendes Element zu anderen Doppelsitzern vor allem die einteilige Haube auf. Die vierteilige Tragfläche ermöglicht einen weitgehend unproblematischen Straßentransport. Von selbst versteht sich ein erheblich höheres Rüstgewicht im Gegensatz zu einsitzigen Flugzeugen. Mit einer geübten Mannschaft ist der Duo-Discus jedoch in kurzer Zeit startklar. Dafür zeichnen auch die automatischen Ruderanschlüsse verantwortlich, die obendrein einen Sicherheitsgewinn bedeuten.

Moderne Ausstattung für einen allseits beliebten Doppelsitzer

Der Duo Discus ist vollständig in Faserverbundbauweise hergestellt. Die Tragflächen sind in Mitteldeckerbauweise montiert. Nach der Landung verzögert eine Scheibenbremse im robusten – aber ungefederten – Hauptfahrwerk die hohe Masse. Um bei einem Auf-die-Nase-gehen nicht Beschädigungen unter dem Rumpf in Kauf zu nehmen, ist ein Bugrad montiert. Dieser vielleicht einzige optische Makel wurde später im Zuge des XL-Rumpfes und mit dem Arcus dadurch behoben, indem ein höheres Fahrwerk weiter vor dem Schwerpunkt realisiert wurde. So kann bei diesen Konstruktionen auf das Bugrad verzichtet werden.

Piloten erleben den Duo-Discus als ein sehr wendiges Flugzeug, das keine langwierige Umstellung von einem Kunststoffeinsitzer her erfordert. Natürlich kann nicht mit den Flugleistungen einer Offenen Klasse mitgehalten werden, doch erlaubt der Duo-Discus weite und vor allem schnelle Überlandflüge. Wer im mittleren Geschwindigkeitsbereich unterwegs ist, kann einerseits wie auf Schienen dahingleiten oder die Masse – am besten erhöht durch Wasserballast – gegen den Wind ohne Mühe vorantreiben, ohne auf allzu viel Wendigkeit verzichten zu müssen. Lediglich die Landung erfordert eine aufmerksame Planung, da die doppelstöckigen Störklappen ohne Wölbklappe eine begrenzte Wirkung aufweisen. Bei der Außenlandung sind Felder mit entsprechender Größe von Nöten.

Technische Daten

Spannweite
20m
Länge
8,62m
Flügelfläche
16,4m²
Leermasse
420kg
Maximale Flugmasse
700kg
min. / max. Flächenbelastung
29,9kg/m² / 42,6kg/m²
Mindestgeschwindigkeit
80km/h
Höchstgeschwindigkeit
250km/h
Beste Gleitzahl
44
Geringstes Sinken
0,66m/s
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