LS8-18 & LS8-18t

Die LS8 ist aus der LS6, einem Wölbklappenflugzeug, entstanden. Das im Flug veränderbare Flügelprofil des Wölbklappenflugzeugs wurde bei der LS8 starr ausgeführt. Zusätzlich wurde der Flügel mit Winglets ausgelegt, die gerne wegen ihrer charakteristischen Größe mit Elefantenohren verglichen werden. Erst 2016 designte DG Flugzeugbau neue, weniger ausladende Winglets. Die LS8 hat mit 15m Spannweite eine Gleitzahl von 1:42. Entscheidend ist aber, dass das Eigensinken bei hohen Geschwindigkeiten gegenüber anderen Konstruktionen derselben Generation vergleichsweise klein ist. Neben den guten Leistungen hat die LS8 auch wieder sehr gute Flugeigenschaften und ist angenehm zu fliegen.


Das Wohlfühlflugzeug

Als Pilot fühlt man sich im Cockpit einer LS8 auch ohne lange Eingewöhnungszeit wohl, was sich auch heute noch in guten Wettbewerbsergebnissen der Standardklasse manifestiert. Als Besonderheit gilt die Thermikfühligkeit des Flugzeugs. Immer wieder bestätigen die Piloten, dass sie besser steigen, wenn sie möglichst wenig steuern und das Flugzeug einfach kreisen lassen. Die unkomplizierte Kurvenwilligkeit grenzt sie zu ihrem Konkurrenzmuster Discus stark ab. Leider beklagen die größeren Piloten, dass das Cockpit kleiner als bei der LS4 ist.

Ein Flugzeug - zwei Spannweiten

Die LS8-b kann mit entsprechend ansteckbaren Flügelenden auf 18 Meter Spannweite vergrößert werden. Der Leistungssprung ist enorm und das beste Gleiten erreicht damit 1:48. Die Winglets sind kleiner und unauffälliger. Mit 18 Metern muss die LS8 allerdings mit mehr Seitenrudereinsatz gesteuert werden, so dass die Ruderabstimmung etwas leidet.

Inzwischen ist die LS8-18 bei hochqualifizierten Meisterschaften nicht mehr voll konkurrenzfähig. Die aktuellen Konstruktionen – direkt als 18-Meter-Klasse-Flugzeuge ausgelegt – haben höhere Flugleistungen. Der Verein hat mit dem Kauf eines Discus-2cT diesem Nachteil entgegengewirkt. Eine der beiden LS8en verfügt über einen nachträglich bei der Firma DG-Flugzeugbau verbauten ausklappbaren Hilfsmotor. Mit diesem Klapptriebwerk kann der Pilot einer drohenden Außenlandung entgehen und kommt so, vielleicht trotzdem verärgert, aber wieder am Flugplatz an.

Technische Daten

Spannweite
15m
18m
Länge
6,72m
6,72m
Flügefläche
10,5m²
11,40m²
Leermasse
265kg
270kg
Maximale Flugmasse
525kg
575kg
min. / max. Flächenbelastung
32kg/m² bis 50kg/m²
30kg/m² bis 46kg/m² 
Höchstgeschwindigkeit
280 km/h
280 km/h
Beste Gleitzahl
43
48
Geringstes Sinken
0,59m/s
0,51m/s



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