Vereinsgeschichte

1. Der Traum vom Fliegen

Der Wunsch zu fliegen, gehört zu den uralten Menschheitsträumen. Schon in der Antike finden sich in der Sage von Ikarus dieser starke Wunsch wieder. Allerdings dauerte es doch relativ lange bis aus dem Flug aus dem Reich der Sagen und Geschichten die ersten ernsthaften technischen Überlegungen über die Voraussetzungen für den Flug eines Menschen gemacht wurden. Leonardo da Vinci (1452-1519) hatte sich sehr intensiv mit der Möglichkeit auseinander- gesetzt, wie Menschen mittels muskelbetriebenen Schwingen fliegen könnten. Eine weitere Überlegung ging in Richtung Hubschrauberantrieb. Diese Überlegungen waren in den folgenden Jahrhunderten die Grundlage weiterer Modelle und Experimente.

Bekannt ist der berühmt gewordene Schneider aus Ulm, Albrecht Ludwig Berblinger (1770- 1829), der als geschickter Mechaniker einen Schwingenapparat als Gleiter gebaut und damit 1811 versuchte, die Donau zu überfliegen.

Die Entwicklung der Fliegerei fand einen entscheidenden Durchbruch, als die Gebrüder Montgolfiere, Papierfabrikanten aus Annonay in Frankreich, ihren ersten Heißluftballon starteten.

Ab diesem Zeitpunkt entstanden zwei Richtungen in der Luftfahrt, die sich darin unterschieden, dass die einen “leichter als Luft” durch die Luft fuhren und die anderen zumindest Anfang des 19. Jahrhunderts davon träumten “schwerer als Luft” zu fliegen.

 

Der erste Flug in diesem Sinne erfolgte durch den deutschen Ingenieur Otto Lilienthal (1848-1896). Viele tausendmal hat Otto Lilienthal zwischen 1891 und 1896 mit selbstkon-struierten Hängegleitern den Gleitflug von erhöhten Absprungpunkten aus geübt. Die Ergebnisse Lilienthals jahrzehntelanger theoretischer und experimenteller Grundlagen-forschung waren von enormen Wert für die moderne Flugtechnik. So zum Beispiel gelang es ihm, den experimentellen Nachweis mit technisch-wissenschaftlichen Methoden zu führen, dass die schwach gewölbte Tragfläche von allen denkbaren Flügelformen die günstigsten aerodynamischen Eigenschaften aufweist. Die Ergebnisse dieser Experimente veranschaulichte Lilienthal mit Hilfe von Diagrammen in seinem Buch “Der Vogelflug als Grundlage der Fliegekunst”, das 1889 in Berlin erschien. Bis zu seinem Todessturz im August 1896 hat Otto Lilienthal danach 18 verschiedene Gleitflugzeuge konstruiert und selbst erprobt. An der Körpersteuerung durch einfache Verlagerung des Schwerpunktes hat Lilienthal bis zu seinem Tod festgehalten. Das Prinzip der Lilienthal-Gleiter lebt in den modernen Hängegleiter-Drachen weiter.

Ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Luftfahrt waren die ersten motorisierten Flüge von Karl Jatho/  Hannover und der Gebrüder Wright/ USA im Jahre 1903. Die technische Entwicklung im Motorflug vollzog sich bis zum Ende des ersten Weltkrieges auf der ganzen Welt äußerst dynamisch. In Deutschland wurde durch den Versailler Vertrag der Motorflug nach dem ersten Weltkrieg verboten. Aufgrund dieses Umstandes wandten sich die Flugbegeisterten dem Segelflug zu. Ausgangspunkt dieser Entwicklung war die Wasserkuppe. Schon 1912 wurde dort der erste inoffizielle Streckenflugrekord im motorlosen Flug mit 840 m Flugstrecke aufgestellt.

 

2. Die Vereinsgeschichte des Luftsportverein Burgdorf (Kurze Version)

 

 

 

 

 

 

 

 

Luftsportverein

      Burgdorf e.V.

 

 

05.11.1950 Gründung des Vereins als „Deutscher Aero Club, Kreisgruppe Burgdorf“
1951 Umbenennung in „Luftsportverein Burgdorf“
27.01.1952 Inbetriebnahme einer Werkstatt in Burgdorf
17.07.1954 Das mit ca. 7.000 Arbeitsstunden in Eigenbau erstellte doppelsitzige Segelflugzeug  vom Typ „Doppelraab“ ist fertig.
Frühj. 1955 Beginn des Flugbetriebs auf dem neuen Fluggelände „Grosses Moor“ bei Ehlershausen
1955 Die erste Halle auf dem neuen Flugplatz wird fertig gestellt.
Erster Überlandflug nach Bilm mit 23 Kilometern.
1956 Kauf eines zweiten Doppelsitzers und Bau unserer zweiten Winde
1957 Der Verein hat 65 Mitglieder, davon 35 Jugendliche
1958 Bau einer Werkstatt auf dem Fluggelände „Grosses Moor“
1963 Teilnahme an der 1. Niedersächsischen Segelflugmeisterschaft. Burgdorfer Segelflieger erreichen auf Anhieb Platz 1
1966 Der Verein hat 100 Mitglieder
1970 Nach über 19.000 Arbeitsstunden und vierjähriger Bauzeit wird das Jugendheim am Flugplatz eingeweiht
Ende  1970 Der erste „Doppelraab“ wird nach über 13.000 Starts und 1.600 Flugstunden  an ein Museum abgegeben
1973 Erste Dreiecksflüge über 500 km von unserem Flugplatz
Frühj. 1975 Fertigstellung der Halle 3 (8.000 Baustunden)
1988 Erste Dreiecksflüge über 600 Kilometer
1990 Gewinner des „Grünen Bandes“ für hervorragende Nachwuchsarbeit
1995 Wir stellen die Deutsche Meisterin und Vize-Europameisterin der Clubklasse
1999 Erste Dreiecksflüge mit Clubklasseflugzeugen größer 800 km 
2005 Fertigstellung des Jugendheimanbaus
2007 Der LSV ist wie fast jedes Jahr unter den ersten drei Siegern in der Deutschen Meisterschaft im Streckensegelflug, Landeswertung Niedersachsen.
   
   

3. Chronik des Luftsportverein Burgdorf (Lange Version)

 

Im Juli 1950 trafen sich einige alte Flieger im Kaffee Baumgarten in Burgdorf, um einen Flugsportverein zu gründen.  Zunächst bildete sich eine Jugendgruppe, die in einem Werkraum der Mittelschule Burgdorf an einigen Wochenabenden Modellflugzeuge bastelte. Die eigentliche Gründung des Luftsportvereins Burgdorf unter der Bezeichnung „Deutscher Aeroclub, Kreisgruppe Burgdorf e.V.“ erfolgte am 5. November 1950.

 

Im Sommer 1951 gelang dem damaligen 1. Vorsitzenden des Vereins, Forstmeister Kunze, eine Vielzahl von Förderern zu gewinnen, einem Umstand, dem in Anbetracht der zeitgleichen Wiederzulassung des Segelfluges in Deutschland eine besondere Bedeutung zukommt. Der Verein bemühte sich damals, die Voraussetzungen für den Bau eines Segelflugzeuges zu schaffen.  Mit einem Aufwand von ca. 2.000 Arbeitsstunden wurde auf einem von der Stadt Burgdorf überlassenen Gelände vorab eine Werkstatt errichtet. Das Baumaterial wurde von verschiedenen Firmen des Kreises Burgdorf gespendet. Nach Fertigstellung der Werkstatt Anfang 1952 wurde mit dem Bau des ersten Segelflugzeuges, eines Doppelraab IV, begonnen. Gleichzeitig begannen andere Mitglieder mit dem Bau einer eigenen Startwinde. Die Mitgliederzahl des Vereins war inzwischen auf ca. 50 Personen angewachsen.

 

Bei den Behörden und der Industrie war bekannt geworden, dass die jetzt unter dem Namen „Luftsportverein für den Kreis Burgdorf“ eingetragene Gruppe ausgesprochen aktiv war. Gern half die Öffentlichkeit mit Geld- und Sachspenden, um die begonnenen Bauvorhaben zu vollenden.

 

Im Februar 1953 wurde erstmalig südlich Burgdorf mit der inzwischen fertiggestellten Schleppwinde und einem vom Landesverband Niedersachsen geliehenen Doppelsitzer Flugbetrieb durchgeführt. Die Burgdorfer Einwohner zeigten sich sehr interessiert.

 

Im Sommer 1954 konnte der Doppelraab fertiggestellt werden und wurde auf dem Platz vor dem Rathaus in Burgdorf auf den Namen „Burgdorf“ getauft.  Der erste Flugbetrieb mit dem neuen Vogel, Hans Koretzki war der erste Pilot, erfolgte auf dem Segelfluggelände Scheuen bei Celle und zeigte sehr schnell, dass ein eigener Flugplatz gefunden werden musste.

 

Nach langer Suche wurde Ende 1954 nördlich Ehlershausen ein größeres Stück Brachland entdeckt, dass zur Herrichtung eines Flugplatzes geeignet war. Durch großzügige Unterstützung nahe gelegener Großbetriebe gelang es, dieses Fluggelände kurzfristig herzurichten, so dass schon Anfang 1955 mit der selbstgebauten Winde, dem selbstgebauten Doppelraab und einem gekauften SG 38 der Flugbetrieb aufgenommen werden konnte. Der SG 38 wurde nach mehreren schweren Brüchen bald wieder verkauft. Horst Schlüter übernahm im  Jahre 1956 den Vorsitz des Vereins. Gleichzeitig wurde in Burgdorf der Modellflugbetrieb wieder intensiviert.

 

Die Gruppe nahm Anfang 1956 die zweite, wieder selbstgebaute Startwinde in Betrieb. Mit Hilfe zahlreicher Spenden konnte ein weiteres Segelflugzeuge, ein Bergfalke II angeschafft werden. Im Sommer 1956 wurden mit diesem Flugzeug dann auch die ersten Strecken- und Höhenflüge durchgeführt. Anlässlich der Taufe des Bergfalken fand in diesem Jahr auch der erste Motorflugbetrieb auf unserem Gelände statt. Es werden erstmalig 2.000 Starts im Jahr durchgeführt. Große Probleme gab es mit der Hannoverschen Siedlungsgesellschaft, die das Fluggelände schließen und für landwirtschaftliche Zwecke nutzen wollte.

 

Im Jahre 1957 konnte der Luftsportverein ein weiteres Segelflugzeug, einen L-Spatz 55, fertigstellen. Mit einer Reihe von Zielflügen auf diesem Flugzeug gelang es dem Luftsportverein, in die Spitzengruppe der niedersächsischen Vereine vorzustoßen.

1958 mussten wegen Kündigung des alten Pachtvertrages Halle und Werkstatt an einem neuen Standort auf dem Fluggelände aufgestellt werden. Neben den bekannten Schwierigkeiten mit der Hannoverschen Siedlungsgenossenschaft  bestand in diesem Jahr auch die Gefahr, dass eine Hochspannungsleitung quer über den Platz errichtet werden sollte, was zur Einstellung des Flugbetriebs geführt hätte.  Durch großzügige Hilfe des damaligen Oberkreisdirektors, der einen namhaften Betrag zur Verfügung stellte, konnte das unseren Platz überquerende Teilstück unterirdisch verlegt werden. Im Sommer 1958 machte der selbstgebaute Doppelraab seinen 5.000 Start.

Da der Verein seit Bestehen auf die Förderung der Jugendarbeit ausgerichtet war die Mitgliederzahl fortlaufend gewachsen und die Anzahl der Jugendlichen mit bis zu 70 % der Mitglieder ausgesprochen hoch.

Im Jahre 1959 erfolgte die erste Teilnahme eines Mitgliedes unseres Vereins  an einer Deutschen Segelflugmeisterschaft und wurde mit einem hervorragenden  4.Platz abgeschlossen. Zeitgleich wurden die ersten Zielstreckenflüge  mit über 300 km von unserem Fluggelände aus durchgeführt. 1960 wurde das vierte Vereinsflugzeug, eine Ka 6, angeschafft und es wurde erstmalig ein Segelflugwettbewerb auf unserem Fluggelände durchgeführt.

Im Herbst  1962 wird der erste und bisher einzige Großflugtag auf unserem Segelfluggelände gemeinsam mit der Akaflieg Berlin durchgeführt, die später auf dem Gelände heimisch wird.

 

Im Sommer 1963 fahren erstmalig ca. 30 Mitglieder des Vereins mit drei Vereinsflugzeugen zum Alpensegelfliegen nach Samedan im Oberengadin. Da alle begeistert sind, werden in den Folgejahren häufig Sommerlager in Samedan durchgeführt. Der nahe unseres Geländes gelegene Militärflugplatz Celle-Wietzenbruch erhält eine Kontrollzone, was dazu führt, dass alle unsere Flugzeuge mit Funk ausgerüstet werden müssen.

Ein Leistungsfluglager auf unserem Gelände wird im Sommer 1963 vom zweifachen Segelflugweltmeister Heinz Huth geleitet. Die jährlichen Streckenkilometer konnten von 4.000 in 1963 auf über 15.000 in 1969 gesteigert werden.

Ende 1969 wurde das erste vereinseigene Schleppflugzeug, eine PA 18 mit 95 PS bei einer Versteigerungsaktion der US-Luftwaffe erworben.  Im August 1970 wird das nach vierjähriger Bauzeit mit mehr als 19.000 Arbeitsstunden der Mitglieder endlich fertiggestellte Jugendheim am Flugplatz eingeweiht.  Im Winter 1970 wird der in den Jahren 1952 bis 1954 selbst gebaute Doppelraab nach mehr als 13.000 Starts außer Dienst gestellt.

 

Anfang 1971 übernimmt Dieter Krause den Vereinsvorsitz. Das Sichtflugbeschränkungsgebiet Hannover wird eingerichtet, wodurch der Durchflug nach Süden für uns erheblich erschwert wird. 1972 erwirbt der Verein eine ASW 15, womit das Kunststoffzeitalter auch beim LSV Burgdorf beginnt. Im Herbst 1972 wird der erste Motorsegler, eine vorher auf Juist im Einsatz gewesene SF 25 B, angeschafft. Im Sommer 1973 werden die ersten 500 km Dreiecksflüge von unserem Platz aus durchgeführt. Für die nächste Landesmeisterschaft haben sich neun LSV-Mitglieder qualifiziert, aber leider stehen uns nicht so viele konkurrenzfähige Flugzeuge zur Verfügung. Sechs Burgdorfer nehmen dann aber doch an den Niedersächsischen Segelflugmeisterschaften 1974 teil und bringen zwei erste, einen zweiten und einen dritten Platz mit nach Hause, unsere bis heute beste Platzierung auf einer Landesmeisterschaft. Im August 1974 wird unsere selbstgebaute Doppeltrommelwinde in Betrieb genommen. Im Frühjahr 1975 wird unsere  Halle III nach 8.000 Arbeitsstunden fertig gestellt. Die Sportfliegerin Elly Beinhorn tauft im Winter 1976 die in 3.000 Arbeitsstunden von den Mitgliedern selbst gebaute Elfe S4D.

 

Im Sommer 1979 findet der erste Junioren-Leistungsfluglehrgang des Landesverbandes Niedersachsen auf unserem Platz statt. Horst Schlüter nimmt an der 1. Europameisterschaft der Clubklasse in Örebro/Schweden teil und gewinnt die Bronzemedaille. Frank Möller erhält auf dem Segelfliegertag in Berlin als bester Nachwuchspilot den Herbert-Eklöh-Preis. Im Oktober 1982 lädt die Jugendgruppe des LSV erstmalig zum Niedersächsischen Landesjugendtreffen nach Ehlershausen ein. Neben Typenfliegen und feiern wird viel erzählt. Aus der Veranstaltung entwickelt sich später die bis weit in das neue Jahrtausend alljährlich stattfindende Jugendfete. Im Sommer 1983 wird erstmalig auf unserem Platz der erste „nordische Ka 6-Wettbewerb durchgeführt. Aufgrund der guten Beteiligung finden bei uns noch viele Ka 6-Wettbewerbe statt. Im April 1984 wird erstmalig ein 500 km Dreiecksflug mit einer Ka 6 in unserem Verein geflogen.

Nach 16 Jahren Vorsitz gibt Dieter Krause auf der Jahreshauptversammlung 1987 die Vereinsführung an Friwi Gieseke ab. Nach 1 ½ Jahren Reparaturzeit startet im Sommer 1987 der beim Landesjugendtreffen schwer beschädigte Doppelraab zu seinem zweiten Jungfernflug. Der hierzu eingeladene Konstrukteur des Raaben, Fritz Raab, fliegt mit und hält anschließend eine bewegende Ansprache zur Entwicklung des Doppelraaben. Während des Sommerlagers 1988 dreht ein Kamerateam der ARD eine 5-teilige Serie über das Segelfliegen unter dem Titel „Himmelsstürmer“.  Im Herbst 88 wird die Verbreiterung des Flugplatzes in Angriff genommen. Um Pacht zu sparen, wird die in den letzten Jahren nicht mehr genutzten Diagonalbahn aufgegeben.

Im Herbst 1989 erhält der LSV rohbaufertig eine ASH 25, das zu diesem Zeitpunkt leistungsstärkste Segelflugzeug der Welt. Im November 1990 wird die ASH anlässlich der 40 Jahr-Feier des Vereins von dem Astronauten und Segelflieger Ulf Merbold auf den Namen „Harmonie“ getauft.


 

Im Frühjahr 1991 können nach der Grenzöffnung und Wiedervereinigung erste Dreiecksflüge Richtung Osten unternommen werden. Für uns erschließt sich ein wettermäßig häufig hervorragendes Überlandfluggebiet. Am 19. Mai 1991 findet anlässlich des 100 Jahrestages der ersten Gleitflüge des Flugpioniers  Otto Lilienthal ein Sternflug nach Stölln/Rhinow statt. Mehr als 150 Segelflugzeuge erreichen fliegend den Platz, tausende Segelflieger kommen nach Außenlandungen per Auto zur großen Fete und einige übernachten in ihren Flugzeugen, da Telefonverbindungen noch wenig vorhanden sind.

Nach langer Suche findet die Akaflieg Berlin im Spätsommer 1993 ein neues Gelände bei Pritzwalk und verlässt nach 30 Jahren Partnerschaft das Fluggelände Großes Moor. Die wiederum selbst gebaute neue Winde besteht souverän den Probebetrieb und wird ab 1994 Hauptwinde. Mit ihr ist des möglich, auch die schweren Doppelsitzer problemlos in die Luft zu bringen. Rieke Haastert nimmt an der Deutschen Meisterschaft der Frauen teil und wird auf Anhieb Deutsche Meisterin der Clubklasse. Sie wiederholt diesen Erfolg 1996. Erstmalig wird 1994 n der Deutschen Meisterschaft für Streckensegelflug eine Vereinswertung eingeführt. Der LSV wird zweiter auf Bundesebene. Im Winter 1994 wird ein neuer Leistungsdoppelsitzer, ein Duo-Discus, rohbaufertig gekauft. Im August 1995 wird Rieke Haastert Vize-Europameisterin der Frauen in der Clubklasse, die bisher beste internationale Wettbewerbsplatzierung des Vereins.

Ende der Saison 1996 wird unsere älteste Halle, die Halle II, von Grund auf saniert. Die DFS plant die Einrichtung eines neuen Luftraumes „Charly“ rund um Hannover. Flüge über 2.500 ft sind bei uns am Platz nur noch nach Genehmigung möglich. Bei der Jahreshauptversammlung 1997 wird Carsten Freyer neuer 1. Vorsitzender, da Friwi Gieseke nach 10 Jahren Vorsitz nicht wieder kandidiert. Die ASH 25 wird im Winter 1997 verkauft und ein weiterer Duo-Discus bestellt. Ab Frühjahr 1998 wird die Anfängerschulung auf ASK 13 umgestellt. Die Doppelraaben haben ihren Dienst als „Arbeitspferde“ des Vereins erfüllt. Der Raab D-6150 wird später nach Hodenhagen verkauft.

Während der Niedersächsischen Landesmeisterschaft in Braunschweig 1999 stellt sich ein bis dahin noch nicht dagewesenes „Hammerwetter“ ein, das zu elf Wertungstagen, Dreiecksgrößen bis 650 km und Schnittgeschwindigkeiten bis 140 km/h führt.  Zwei LSV-Piloten fliegen zeitgleich mit Clubklasse-Flugzeugen von Ehlershausen aus Dreiecke über 820 km. Vom LSV werden erstmalig mehr als 100.000 Überlandkilometer in einem Jahr erflogen.

Im Winter 2000 begeht der LSV Burgdorf mit einer großen Feier sein 50-jähriges Vereinsjubiläum. Viele ehemalige Mitglieder kommen zur Feier.

 

Die 2. ASK 13 wird nach zweijähriger Grundüberholung im Frühjahr 2001 wieder in Betrieb genommen. Somit stehen zwei K13 für die Anfängerschulung zur Verfügung.

Ende 2002 werden die Grundüberholung unserer Piper PA 18 D-EINZ und der Anbau des Jugendheimes in Angriff genommen. Beide „Baustellen“ beschäftigen den Verein mehrere Jahre. Im Sommer 2003 wird die neue geschaffene CTR Celle/Wietzenbruch aktiviert.  Weiterhin wird ein aus neun Windrädern bestehender Windpark direkt in Verlängerung des Platzes östlich der B 3 eingerichtet.  Er stört zum Glück wenig.

Im Dezember 2004 hebt die PA 18 nach zweijähriger Grundüberholung wieder vom Großen Moor ab. Die neue, weiß-blaue Lackierung ist für viele alte LSVer noch ungewohnt. Der Unterricht im Winterhalbjahr 2004/2005 findet erstmalig im Schulungsraum des Jugendheimanbaus statt. Im Jahre 2005 erfolgt eine große Umstellung des Flugzeugsparks. Da die Leistungs-Doppelsitzer in den letzten Jahren nicht ausreichend genutzt wurden, werden der Twin Astir und der ältere Duo Discus verkauft. Angeschafft werden hierfür ein Discus und eine DG 500. Weiterhin wird der Ventus 2c gegen den ersten „Turbo“ des Vereins, einen Discus 2 cT, eingetauscht.

Da Carsten Freyer beruflich für mehrere Jahre in die USA versetzt wird, bekommt der LSV eine neue Spitze.  Jan Kohrs wird einstimmig zum neuen  1. Vorsitzenden auf der Jahreshauptversammlung 2007 gewählt. Im Herbst 2007 hat der Verein eine schwierige Entscheidung zu treffen. Die bei einer Waldlandung schwer beschädigte PA 18 soll nicht wieder aufgebaut werden.  Da ein Schleppflugzeug dringend erforderlich ist, entscheiden wir uns, den vorhandenen Motorsegler zu verkaufen und statt Piper und Mofa  einen gebrauchten 100 PS Schlepp-Motorfalken  anzuschaffen. Das Schleppmofa kommt im Frühjahr 2008 in den Verein und konnte bisher mit vollem Erfolg eingesetzt werden. Selbst der F-Schlepp mit unseren schweren Doppelsitzern ist unproblematisch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Text & Fotos HS11)