Erfahrungsbericht Streckenfluglehrgang Aue bei Hattorf 2021

9. September 2021

Am Sonntagmorgen den 25. Juli 2021 brachen Clemens Freyer, Alexander Wissmach und ich, Tim Bauer, zusammen mit unseren Helfern Niklas Feldmann und Philipp „Popo“ Lange zum Streckenfluglehrgang in Aue bei Hattorf auf. Die Fahrt verlief zum Glück ereignislos und wir kamen gegen Mittag auf dem Segelfluggelände an. Nach einem Corona-Selbsttest unter Aufsicht konnten wir uns auf dem Campingplatz einrichten und beim anschließenden Willkommensbriefing am Abend auch einige Gesichter kennenlernen. Falk Pätzold wies uns in die Eigenschaften vom Flugplatz ein und es wurde gegrillt.

Am nächsten Morgen rüsteten wir voller Vorfreude auf die ersten Einweisungsflüge die Flugzeuge bereits in aller Früh auf und bauten die Startaufstellung  auf, wie es später an jedem fliegbaren Tag geschehen sollte.

Nach dem Wetterbriefing um 10 Uhr flog jeder Teilnehmer eine Platzrunde, um sich mit Besonderheiten bei Start und Landung vertraut zu machen. Das Wetter entwickelte sich anschließend gut und wir konnten mit schönen ersten Thermikflügen beginnen. Die hohe Basis von etwa 1800m MSL ließ einen gemeinsamen Abstecher in das Harzgebirge mit Clemens und Sichtweite zum Brocken zu und eine sich später entwickelte Aufreihung einen Hüpfer nach Duderstadt, bevor ein Schauer den Flugtag beendete.

Nachmittags wurde noch eine Theorieeinheit durchgeführt und abends gemeinsam gegessen und über den Tag geredet. An den Abenden der Flugtage haben sich alle Beteiligten meistens etwas ermüdet und mit Blick auf den nächsten Tag früher zurückgezogen.

Am Dienstag wurden nach morgendlichem Briefing die Schäfchen ihren Trainern zugeteilt und das Wetter analysiert. Der erste Flug mit Trainer verlief spannend und ich persönlich konnte schon vieles zur Entscheidungsfindung beim Anflug von Wolken und zum gemeinsamen Kurbeln lernen. Gleichzeitig konnten wir in den vier Stunden Flugzeit auch die Platzumgebung besser kennenlernen.

In den nächsten Tagen hatten wir leider nur mäßiges Wetter, was zu einer mit Theorie gespickten Woche führte. Viele der Trainer hielten Vorträge über Vorgänge und Taktiken im Streckenflug, meteorologische Einschätzungen zum Wetter und zur Flugsicherheit. Die Laune hielt sich auch in den Tagen ohne praktische Flugerfahrung gut und einschlafende Teilnehmer wurden durch einen Sportzirkel wieder munter gemacht.

Die Vorhersage kündigte Freitag, den 30. Juli, als guten Flugtag an und die Vorfreude wuchs über die grauen und windigen Tage heran. Morgens wurden wieder Aufgaben verteilt und fleißig die Flieger in die Startreihenfolge geschoben. Der Start der hinteren Flugzeuge verschob sich etwas durch erschwerte Thermikeinstiege weiter unten. So kam es, dass ich mit meiner Gruppe, Lukas Pietsch und Falk Pätzold, von Aue abflog, als Clemens mit Trainer Tobias Werner bereits auf halbem Weg zur ersten Wende in Bisperode waren. Das Wetter entwickelte sich etwas schwieriger als erwartet, sodass unsere Gruppe bei Hölleberg sehr kämpfen musste, um nicht zu landen. Unsere Gruppe teilte sich und während Falk und ich den letzten Wendepunkt in Warburg anflogen, entschied sich Lukas mit seinem frisch gewonnenen Trainer Mathias Brandt frei bis unter Kassel in besseres Wetter zu fliegen. Der Flugtag war anstrengend und ich erzielte im teilweise sehr schwierigen Wetter nur einen langsamen Schnitt, konnte aber viel lernen und hatte großen Spaß.

In den nächsten Tagen feierten wir das Bergfest, hörten Theorieberichte und veranstalteten zwei kleine Flugwettbewerbe im leider eher schlechten Wetter.

Abschließend kann ich sagen, dass der Streckenfluglehrgang 2021 in Aue bei Hattorf trotz mäßigem Wetter eine schöne und wertvolle Erfahrung war. Ich kann allen interessierten Piloten und Pilotinnen mit einer frischen Lizenz und Motivation zum Streckenflug zu so einem Lehrgang raten, um sich zu verbessern und Kontakte mit anderen Segelfliegern zu knüpfen. Davon nimmt jeder etwas mit!

Von Tim Bauer

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